Corinna Meissner - Huforthopädie

Geprüfte Huforthopädin (DHG / DIfHO)

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Hier finden Sie einen Überblick über erkrankte und deformierte Hufe, mit denen sich die Huforthopädie befasst und diese rehabilitiert:
 
 
 
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Hufrehe:
Nach der medizienischen Versorgung des Pferdes im akuten Stadium der Rehe durch den Tierarzt, befasst sich die HO mit der Rehabilitierung der deformierten Hufe. Der Huf wächst durch regelmäßige huforthopädische Behandlung (Behandlungsintervalle: alle 2 Wochen) wieder in der physikalisch optimalen Form nach.

 
        
 
vorne links dorsal                                                           6 Monate später vor Bearbeitung                                      1,5 Jahren nach der Reheerkrankung
 
        
 
vorne links lateral                                                           6 Monate später vor Bearbeitung                                        1,5 Jahren nach der Reheerkrankung
 
Das linke Bild entstand ca 10 Wochen nach einem Reheschub, nach weiteren 6 Monaten huforthopädischer Arbeit (siehe Bild Mitte) ist der Huf wieder belastbar. Weitere 12 Monate später wird die erfolgreiche Rehabilitierung durch Röntgenbilder nachgewiesen.
 
 
                                                         
 
      Röntgenbild nach Reheschub Juli 2007                                                                                                     Röntgenbild nach 1,5 Jahren Huforthopädischer Arbeit     
 
 
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 vorne links 22.05.2009 vor Bearbeitung. Das Pferd hatte vor 4 Monaten einen Reheschub. Die Folgen davon sind in der Seitenansicht zu erkennen. Der verbreiterte Hufbeinträger
 und die Einblutungen in der Sohle waren erst nach Bearbeitung zu erkennen.
 
        
 
   22.05.2009 nach Bearbeitung                                     19.06.2009 nach Bearbeitung                                      17.07.2009 nach Bearbeitung                                
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Hufkrebs:
 
Hier ein paar Ansichten von Strahlkrebs:
 
linker Hinterhuf, der Strahl ist auf dem Weg der                     Dieser Strahlkrebs ist noch in den Anfängen. Das erkrankte
Besserung,                                                                         Gewebe wurde zwecks Behandlung frei gelegt
          
 
 
Dies ist ein typischer Hufballen, der vom Strahlkrebs        
befallen ist. Das Strahlhorn ist bröselig, die mittlere
Strahlfurche ist sehr tief und bis weit in den Ballen              Dieser Huf ist am Ausheilen. Das Strahlkrebsgewebe
geöffnet. Der Kronrand ist auch befallen, das Haar               trocknet aus.
steht ab (Sichelhaar typisch für Hufkrebs)
     
 
Dies ist ein entzündeter Kronrand, der im direkten
Zusammenhang zum Strahlkrebs steht. Die Haare wurde
zur besseren Dokumentation abgeschnitten.
 
 
 
 
  
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Hornspalten:
 
 
Dieser Hornspalt ist typisch für Riße, die als Folge des Beschlages enstehen. Durch Zurücksetzen des Eisens wird die Zehe immer länger, die Trachten schieben immer weiter unter und rollen dann ein, da die Seiten-/Trachtenwand dem Druck des Pferdegewichtes nachgibt und den Weg des geringsten Widerstandes (nach innen) geht. Diesen starken, physikalischen Kräften ist die Hornkapsel nicht gewachsen. Sie reißt.
Hier ist huforthopädische Arbeit gefragt. Die Rehabilitation dauerte hier ca 15 Monate.
   
   
                     vorne links lateral                                                                 vorne links lateral
 
  
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Extensionen:
 
 
Hier wurde der Huf immer nur von der Sohle gekürzt. Die Zehe ist schon so lang geworden, daß der Huf einen "Knick" macht. Das Pferd hat Schwierigkeiten ohne große Kraftanstrengung  über die lange Zehe abzurollen. Hier war die Reha innerhalb 6 Monaten abgeschlossen. Die Huf-/Fesselachse stimmt wieder.
 
 
    
 
 
hier ein weiterer, fast identischer Fall von Extensionen der Zehe
Diese Rehabilitation ist wegen der noch eingerollten Trachten nicht abgeschlossen. 
 
 
 
 
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Folgen zu langer Beschlagsintervalle:
 
Diese Hufdeformationen sind Folge von zu langen Beschlagsintervallen. Hier wurden die Eisen über Jahre immer erst nach ca. 12 Wochen abgenommen und das Pferd neu beschlagen. Durch den permanenten Abrieb im Trachtenbereich (hier ist das Eisen nicht durch Nägel fixiert) deformierte der Huf sich so, daß das Pferd nach Abnahme der Eisen sehr schlecht laufen konnte. Die Eisen wurden entfernt, da der Schmied keine Möglichkeit mehr sah, das Pferd neu zu beschlagen. Zwischen beiden Bildern liegen 4 Monate, in denen sich das Pferd anfänglich nur mit Hufpolstern, danach mit Hufschuhen bewegen konnte. Hier wurde aber auch wöchentlich huforthopädisch bearbeitet.
 
     
 
 
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Verformung der Hornkapsel:
 
Hier hat sich die Hornkapsel durch fehlende Bearbeitung der Zehe deformiert. Das Hufbein wird in eine Position gebracht, die für das Pferd unbequem ist und die langfristig durch übermäßigen Zug der tiefen Beugesehne eine Hufrollenerkrankung (Veränderung des Strahlbeines) hervorruft. Die Rehabilitation dieser Hufe dauerte 6 Monate. Das Pferd war, bis auf die ersten 6 Wochen, voll nutzbar.
 
 
 
 
 
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Trachtenzwang :
 
Diese Bilder sind von einem Shetti , 1,5 Jahre alt, das bisher noch nie an den Hufen bearbeitet wurde. Das Bild links entstand vor der ersten Bearbeitung. Die Trachten des Pferdchens sind extrem unter geschoben und quetschen den Strahl regelrecht ein. Das Bild rechts wurde vor der zweiten Bearbeitung (4 Wochen später) gemacht. Man erkennt, daß die Trachten (vor allem die rechte, sich wieder öffnen. Hufe von solch jungen Pferden entwickeln sich sehr schnell, sowohl ins Positive, wie aber auch negativ.
 
 
 
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unter geschobene Trachten:
 
bei diesem Pferd waren die Trachten stark unter geschoben. Hier hat es sehr lange gedauert, bis sich die Situation deutlich gebessert hat.
 
vorne links April 2005                                                                                            vorne links September 2007
  
 
vorne rechts April 2005                                                                                       vorne rechts Januar 2008 
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Eisen halten nicht mehr:
 
Dieser Huf ist durch häufigen Verlust bzw. durch häufiges "wieder Aufnageln" der Eisen durchlöchert und dementsprechend ausgebrochen. Hier ist es die Aufgabe der Huforthopädie den Huf beim Nachwachsen zu begleiten und durch Bearbeitung der Wände, Hebel auszuschalten, damit kein weiteres Horn weg bricht.
 
        
  vorne rechts vor der ersten Bearbeitung am 03.09.2008
 
    
 vorne rechts 29.12.2008
 
    
  vorne rechts 17.08.2009 vor Bearbeitung,
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Hier konnte auch kein Eisen mehr genagelt werden, da die Hornwand im unteren Bereich durch Bakterien stark geschädigt war.
Das Pferd lief anfangs nur auf dem Sohlenhorn, konnte aber mit Hufschuhen geritten werden. Es dauerte 1/2 Jahr, bis das geschädigte
Wandhorn rausgewachsen war
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Hufabzesse:
 
Das Pferd hatte hinten links seit 11/07 einen Abzess, der nicht abheilte. Daher ging es immer wieder lahm und konnte nicht geritten werden.
Nach Absprache mit dem Besitzers wurde der Abzess im Beisein eines Tierarztes eröffnet und frei gelegt.
 
    
hinten links, 26.03.08  Das Loch wurde vom Besitzer          Hier der Abzess nach Eröffnung am 17.04.08 . Hierzu              Der ausgeheilte Huf am 24.06.08
austamponiert                                                                 wurde das  Pferd vom TA sediert
 
 
 
     
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Deformationen
 
Das Pferd wurde mir mit dieser Hufsituationn im Mai 2009 erstmals vorgestellt. Erstaunlicher weise läuft es sehr schwungvoll und nicht lahm.
 
     
  Mai 2009                                                                         Juni 2009                                                                      Juli 2009
 
   
 
  August 2009                                                                      November 2009