Corinna Meissner - Huforthopädie

Geprüfte Huforthopädin (DHG / DIfHO)

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Hier finden Sie einen Überblick über erkrankte und deformierte Hufe, mit denen sich die Huforthopädie befasst und diese rehabilitiert:
 
 
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Hohle Wand:
 
Dieses Pferd hat eine hohle Wand, die lange Zeit nicht erkannt wurde. Der Hohlraum war so groß, dass man mit den Finger rein greifen konnte. Dieses Problem läßt sich durch regelmäßige Reinigung/Stallhygiene gut
lösen. Es ist nicht nötig, Wandhorn zu entfernen und somit den Huf auf längere Sicht zu schädigen. Dieses Pferd konnte während der ganzen Zeit problemlos bewegt werden.
 
      
 
VR 27.05.2010, die Seitenwand ist leicht eingerissen       VR 24.06.2010, der Riss ist deutlich größer geworden      VR 26.08.10                                                              VR 26.11.10  
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Diesem Pferd wurde die Zehenwand entfernt, da sich hier eine hohle Wand entwickelt hatte und der TA der Meinung war, dass das anders nicht rehabilitierbar sei. Bei diesem Huf handelt es sich um einen typischen Fall von Spätfolgen einer Reheerkrankung.
 
           
VL 21.11.2010  vor Bearbeitung, Ansicht von außen             VL 21.11.2010                                                               VL 21.11.2010    Ansicht von innen                                        VL Oktober 2010
  
           
VL 27.01.11   nach Bearbeitung                                                           VL 27.01.11                                                                 VL27.01.11                                                     VL 27.01.11
 
           
VL 25.02.11 nach Bearbeitung                                                           VL 25.02.11                                                                 VL25.02.11                                                     VL 25.02.11
                                                    
   
VL 27.05.11 nach Bearbeitung                                          VL 27.05.11                                                                VL 27.05.11                                                                   
                                                    
Das Pferd wird 3 - 4 Mal/Woche geritten, auch auf festem Boden. Es läuft schmerzfrei und hat Spass an der Bewegung. Die Stellungskorrektur beginnt erst, wenn das komplette Wandhorn den Boden erreicht hat
 
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Hufrehe:
Nach der medizienischen Versorgung des Pferdes im akuten Stadium der Rehe durch den Tierarzt, befasst sich die HO mit der Rehabilitierung der deformierten Hufe. Der Huf wächst durch regelmäßige huforthopädische Behandlung (Behandlungsintervalle: alle 2 Wochen) wieder in der physikalisch optimalen Form nach.

 
        
 
vorne links dorsal                                                           6 Monate später vor Bearbeitung                                      1,5 Jahren nach der Reheerkrankung
 
        
 
vorne links lateral                                                           6 Monate später vor Bearbeitung                                        1,5 Jahren nach der Reheerkrankung
 
Das linke Bild entstand ca 10 Wochen nach einem Reheschub, nach weiteren 6 Monaten huforthopädischer Arbeit (siehe Bild Mitte) ist der Huf wieder belastbar. Weitere 12 Monate später wird die erfolgreiche Rehabilitierung durch Röntgenbilder nachgewiesen.
 
 
                                                         
 
      Röntgenbild nach Reheschub Juli 2007                                                                                                     Röntgenbild nach 1,5 Jahren Huforthopädischer Arbeit     
 
 
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 vorne links 22.05.2009 vor Bearbeitung. Das Pferd hatte vor 4 Monaten einen Reheschub. Die Folgen davon sind in der Seitenansicht zu erkennen. Der verbreiterte Hufbeinträger
 und die Einblutungen in der Sohle waren erst nach Bearbeitung zu erkennen.
 
        
 
   22.05.2009 nach Bearbeitung                                     19.06.2009 nach Bearbeitung                                      17.07.2009 nach Bearbeitung                                
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Hufkrebs:
 
Hier ein paar Ansichten von Strahlkrebs:
 
linker Hinterhuf, der Strahl ist auf dem Weg der                     Dieser Strahlkrebs ist noch in den Anfängen. Das erkrankte
Besserung,                                                                         Gewebe wurde zwecks Behandlung frei gelegt
          
 
 
Dies ist ein typischer Hufballen, der vom Strahlkrebs        
befallen ist. Das Strahlhorn ist bröselig, die mittlere
Strahlfurche ist sehr tief und bis weit in den Ballen              Dieser Huf ist am Ausheilen. Das Strahlkrebsgewebe
geöffnet. Der Kronrand ist auch befallen, das Haar               trocknet aus.
steht ab (Sichelhaar typisch für Hufkrebs)
     
 
Dies ist ein entzündeter Kronrand, der im direkten
Zusammenhang zum Strahlkrebs steht. Die Haare wurde
zur besseren Dokumentation abgeschnitten.
 
 
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Hufkrebs:
 
Dieses Pferd hat an allen vier Hufen Strahlkrebs, vorne stärker ausgeprägt, als hinten. Es zeigte keine Lahmheit, war allerdings beim Auskratzen der Hufe
schmerzempfindlich. Der Strahl blutet auch sehr schnell.
Typische Anzeichen für Strahlkrebs sind der borkige Kronrand und das ebenso aussehende Saumhorn. Am Kronrand steht das Fell ab (Stichelhaar)
 
 
  
 
 
Strahlkrebs in der Sohlenansicht  vorne links.                                             ein typisches Bild von Strahlkrebs, der Ballen zeigt stark verändertes
                                                                                                              Horn auf, die mittlere Strahlfurche ist entzündet und faulig (starke Strahlfäule)                                                                                                                                                                                                                                     Vorne links 10 Tage nach der ersten Bearbeitung
    
 
Strahlkrebs in der Sohlenansicht  vorne rechts                                                                                                                                                            vorne rechts 10 Tage nach der ersten Bearbeitung
 
      
 
 
 
 
  
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Hornspalten:
 
 
Dieser Hornspalt ist typisch für Riße, die als Folge des Beschlages enstehen. Durch Zurücksetzen des Eisens wird die Zehe immer länger, die Trachten schieben immer weiter unter und rollen dann ein, da die Seiten-/Trachtenwand dem Druck des Pferdegewichtes nachgibt und den Weg des geringsten Widerstandes (nach innen) geht. Diesen starken, physikalischen Kräften ist die Hornkapsel nicht gewachsen. Sie reißt.
Hier ist huforthopädische Arbeit gefragt. Die Rehabilitation dauerte hier ca 15 Monate.
   
   
                     vorne links lateral                                                                 vorne links lateral
 
  
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Extensionen:
 
 
Hier wurde der Huf immer nur von der Sohle gekürzt. Die Zehe ist schon so lang geworden, daß der Huf einen "Knick" macht. Das Pferd hat Schwierigkeiten ohne große Kraftanstrengung  über die lange Zehe abzurollen. Hier war die Reha innerhalb 6 Monaten abgeschlossen. Die Huf-/Fesselachse stimmt wieder.
 
 
    
 
 
hier ein weiterer, fast identischer Fall von Extensionen der Zehe
Diese Rehabilitation ist wegen der noch eingerollten Trachten nicht abgeschlossen. 
 
 
 
 
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Folgen zu langer Beschlagsintervalle:
 
Diese Hufdeformationen sind Folge von zu langen Beschlagsintervallen. Hier wurden die Eisen über Jahre immer erst nach ca. 12 Wochen abgenommen und das Pferd neu beschlagen. Durch den permanenten Abrieb im Trachtenbereich (hier ist das Eisen nicht durch Nägel fixiert) deformierte der Huf sich so, daß das Pferd nach Abnahme der Eisen sehr schlecht laufen konnte. Die Eisen wurden entfernt, da der Schmied keine Möglichkeit mehr sah, das Pferd neu zu beschlagen. Zwischen beiden Bildern liegen 4 Monate, in denen sich das Pferd anfänglich nur mit Hufpolstern, danach mit Hufschuhen bewegen konnte. Hier wurde aber auch wöchentlich huforthopädisch bearbeitet.
 
     
 
 
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Verformung der Hornkapsel:
 
Hier hat sich die Hornkapsel durch fehlende Bearbeitung der Zehe deformiert. Das Hufbein wird in eine Position gebracht, die für das Pferd unbequem ist und die langfristig durch übermäßigen Zug der tiefen Beugesehne eine Hufrollenerkrankung (Veränderung des Strahlbeines) hervorruft. Die Rehabilitation dieser Hufe dauerte 6 Monate. Das Pferd war, bis auf die ersten 6 Wochen, voll nutzbar.
 
 
 
 
 
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 Trachtenzwang :
 
Auf dem linken Bild (mit Beschlag) sieht man einen Huf mit Trachtenzwang. Durch die Winkelung der Hornwand zum Boden drückt das Eisen die Trachtenwand nach innen.
Bei dem Huf ( rechtes Bild, barhuf) ohne Trachtenzwang ist der Wandverlauf sehr gerade, der Strahl wird nicht gequetscht und kann sich gut entwickeln
 
 
   
 
 
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unter geschobene Trachten:
 
bei diesem Pferd waren die Trachten stark unter geschoben. Hier hat es sehr lange gedauert, bis sich die Situation deutlich gebessert hat.
 
vorne links April 2005                                                                                            vorne links September 2007
  
 
vorne rechts April 2005                                                                                       vorne rechts Januar 2008 
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Eisen halten nicht mehr:
 
Dieser Huf ist durch häufigen Verlust bzw. durch häufiges "wieder Aufnageln" der Eisen durchlöchert und dementsprechend ausgebrochen. Hier ist es die Aufgabe der Huforthopädie den Huf beim Nachwachsen zu begleiten und durch Bearbeitung der Wände, Hebel auszuschalten, damit kein weiteres Horn weg bricht.
 
        
  vorne rechts vor der ersten Bearbeitung am 03.09.2008
 
    
 vorne rechts 29.12.2008
 
    
  vorne rechts 17.08.2009 vor Bearbeitung,
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Hier konnte auch kein Eisen mehr genagelt werden, da die Hornwand im unteren Bereich durch Bakterien stark geschädigt war.
Das Pferd lief anfangs nur auf dem Sohlenhorn, konnte aber mit Hufschuhen geritten werden. Es dauerte 1/2 Jahr, bis das geschädigte
Wandhorn rausgewachsen war
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Hufabzesse:
 
Das Pferd hatte hinten links seit 11/07 einen Abzess, der nicht abheilte. Daher ging es immer wieder lahm und konnte nicht geritten werden.
Nach Absprache mit dem Besitzers wurde der Abzess im Beisein eines Tierarztes eröffnet und frei gelegt.
 
    
hinten links, 26.03.08  Das Loch wurde vom Besitzer          Hier der Abzess nach Eröffnung am 17.04.08 . Hierzu              Der ausgeheilte Huf am 24.06.08
austamponiert                                                                 wurde das  Pferd vom TA sediert
 
 
 
Hufgeschwür:
 
VR 3.12.11, das Pferd hatte vor vier Wochen schon mal      VR 3.12.11, das Geschwür wurde so weit eröffnet          VR 3.12.11, hier sieht man den "Geschwürausbruch"
ein Wandgeschwür, was jedoch nicht ausheilte und sich      bis kein unterminiertes Sohlenhorn mehr da war            vor 4 Wochen (unten) und den aktuellen Durchbruch.
hier zusätzlich in die Sohle zog. Um die komplette Stelle     das "Rosa-farbige" ist die Sohlenlederhaut, die aber 
sauber zu bekommen, wurde das Pferd vom TA sediert        nicht verletzt war (keine Sepsis)
 
     
   
VR 5.12.11 das Pferd steht im Trockenverband      VR 15.12.11 das Pferd steht noch im Verband,
die Wunde verhornt                                             ist aber lahmfrei und die Sohle ist schon gut verhornt
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Deformationen
 
Das Pferd wurde mir mit dieser Hufsituationn im Mai 2009 erstmals vorgestellt. Erstaunlicher weise läuft es sehr schwungvoll und nicht lahm.
 
     
  Mai 2009                                                                         Juni 2009                                                                      Juli 2009
 
   
 
  August 2009                                                                      November 2009